Die Wettkampfregeln des Schwingen


In der Schweiz werden die Schwingen Wettbewerbe Schwinget oder Schwingfest genannt. Meistens finden die Wettbewerbe an einem Tag statt, nur bei eidgenössischen Veranstaltungen werden die Wettbewerbe über zwei Tage lang ausgetragen.Image result for Die Wettkampfregeln des Schwingen

Schwingen Wettbewerbe sind immer Zweikämpfe, die in einem kreisförmigen Ring ausgetragen werden, der 7 bis 14 Meter groß sein kann. Der Ring wird mit Sägemehl ausgelegt, damit sich die Sportler nicht verletzen können.

Für den Wettbewerb tragen die Gegner über der Kleidung Hosen aus Zwilch. Bei jedem Wettbewerb geben sich die zwei Wettkämpfer erst die Hand, um sich gegenseitig das Versprechen eines fairen Kampfs zu geben.

Der eigentliche Wettkampf beginnt, wenn beide Gegner sich gegenseitig mit den Händen an die Schwingerhosen fassen. Sie versuchen den Gegner mit Schwüngen auf den Rücken zu werfen. Der Verlierer muss mit beiden Schulterblättern den Boden berühren. Drei Kampfrichter entscheiden, ob ein Wettkämpfer besiegt wurde. Wenn nach einer gewissen Zeit keiner der Gegner auf den Boden gegangen ist, dann endet der Kampf unentschieden, oder im Jargon “gestellt”.

Traditionell wischt der Gewinner dem Gegner die Holzspäne vom Rücken und bedankt sich beim Verlierer mit einem Handschlag für den fairen Kampf.

Die Kampfrichter müssen jeden Kampf beurteilen. Der Wurf direkt auf die Schulterblätter wird mit 10 Punkten bewertet. Auch wenn kein Wurf gelandet wird, können die Schiedsrichter Punkte an den aktiveren Kämpfer vergeben. Insgesamt besteht ein Wettkampf aus sechs Gängen, nur bei den eidgenössischen Wettbewerbungen werden acht Gänge bestritten.

Außerdem sind die Kampfrichter für die Paarungen bei den Wettkämpfen verantwortlich. Sie versuchen möglichst gleich starke Gegner gegeneinander antreten zu lassen. Die erste Runde ist deswegen für die Zuschauer besonders interessant. Die dritten und vierten Gänge werden bei den Wettbewerben “Ausschwingen” genannt und die Durchgänge fünf und sechs “Schlussgang”.

Die Kämpfer werden nicht in Gewichtsklassen unterteilt, nur die Jugendlichen starten in ihrer eigenen Klasse. Die meisten erwachsenden Teilnehmer arbeiten am Tage in körperlich anstrengenden handwerklichen Berufen.