Das Schwingen im 20. Jahrhundert


Das Schwingen ist eine Art des Freistilringens, das in der Schweiz sehr beliebt ist. Lokal wird es auch Hosenlupfen genannt, da sich die Kämpfer gegenseitig an den Hosen hochziehen.

Schon in Abbildungen aus dem 13. Jahrhundert wird der beliebteste Schweizer Kampfsport dargestellt, der an dem typischen Griff an die Hosen zu erkennen ist. Der genaue Ursprung der Sportart ist nicht bekannt, es wird aber angenommen, dass er von den alten Hochkulturen aus Ägypten oder China stammt. Überlieferungen zeigen, dass in den verschiedenen Regionen die Kämpfer schon im Kindesalter ausgebildet und für ihre Kraft und Wendigkeit geehrt wurden.

In alten Aufzeichnung aus dem Jahre 1592 wurde das Schwingen das erste Mal urkundlich genannt. Im 16. Jahrhundert wurde das Schwingen verboten, da die Kirche Angst hatte, dass die Sportler die normalen Bürger von den Messen fernhielten.

Es ist auch bekannt, das im Schwarzburgerland die Schwingen-Wettbewerbe traditionell am Weihnachtsabend ausgetragen wurden. Der kirchlichen Obrigkeit war die Tradition jedoch suspekt und sie verboten die Wettbewerbe im Jahre 1611. Sie sahen es als Gottesfrevel an und unterbanden weitere Austragungen. Eigentlich war die Sportart nicht der einzige Grund. Die Obrigkeit hatte Angst vor den Verletzungen, dem lauten Geschrei, dem Zechen und der Völlerei.

Auch in Nidwalden wurden die Sportveranstaltungen 1682 verboten. Das unnützige und leichtfertige Schwingen wurde aImage result for Das Schwingen im 20. Jahrhundertn allen Feiertagen gänzlich verboten und die Sportler konnten in “Ungnade mit der Obrigkeit fallen”. Immer wieder wurden in den folgenden Jahren Schwinger mit Gefängnis oder Geldstrafen bestraft, die sich nicht an die Anweisungen hielten.

Erst im 18. Jahrhundert setzten sich die Gemeinden durch und bei vielen Dorffesten wurden die Schwinger Wettbewerbe wieder populär. In Bern wurde der Ostermontag als Schwinger-Termin zur Tradition.

In vielen Teilen der Schweiz gehört der Sport seitdem zu den Festtagen. Dabei werden keine großen Preise angeboten, die Ehre, alle anderen besiegt zu haben, zählt bei diesem Sport viel mehr.