Schwinger und die Werbemöglichkeiten


Schwingen ist ohne Frage eine der beliebtesten Sportarten in der Schweiz. Die besten Athleten werden von Sponsoren umgaImage result for Schwinger und die Werbemöglichkeitenrnt, doch der Verband will den Unternehmen noch nicht die Türen öffnen.

Auf den Wettbewerben, den Schwingerfesten und Volksfesten ist die Werbung für Schwingerathleten immer noch verboten. Doch die besten Schwinger stehen jetzt schon bei Werbeunternehmen unter Vertrag, ihr Vermarktungspotenzial liegt bei mehreren Millionen Franken. Die Beliebtheit der bekanntesten Schwinger lässt sich mit der Werbung ausgezeichnet vermarkten.

Deswegen hat der Verband schon 2010 Richtlinien herausgebracht, wie der Verband auch davon profitieren kann. Damals hatte der Obmann Ernst Schläpfer die neuen Regeln durch alle Instanzen gebracht. Er selber wurde als Schwinger wegen Verstößen gegen die Werbevorlagen bestraft. Laut den Werbegesetzen des Verbandes müssen die Schwinger, die Werbeverträge eingehen, diese dem Verband offenlegen und von ihm genehmigen lassen. Willigt der Verband ein, gehen 10 Prozent der Werbeeinnahmen an den Verband.

Das schreckt die Werbeindustrie nicht ab, da in der Schweiz die Helden der Schwingerfeste gut in der Werbung eingesetzt werden können. Schon jetzt werden sie in den Medien für das Frühstücksmüsli bis hin zu exklusiven Automarken benutzt. Auch der Besuch eines berühmten Schwingerkönigs in einem Schweizer Casino scheint den Verbrauchern Lust zu machen, die Freizeit mit einem Spiel zu verbringen.

Der Schweizer Schwingerverband hat aber immer noch nicht die Kontrolle über die Werbemaßnahmen verloren. Einige Vorstandsmitglieder, wie Otto A. Seeholzer, ehemaliger Kranzschwinger und Bezirkschef der Berner Kantonpolizei, setzen sich auch heute noch für die Werbebeschränkungen ein. Für sie ist besonders die Freiwilligenarbeit der Schwinger auf allen Ebenen ein wichtiger Teil des Schwingersports. Ehemalige Schwinger engagieren sich auch heute noch unentgeltlich in ihrer Freizeit. Geld verdienen darf nicht zum Hauptthema bei den Spitzenschwingern werden, das gefährdet den Sport und die Freiwilligenarbeit. Der Verband hat sich bis heute noch erfolgreich gegen Preisgelder gewehrt, bis jetzt kann sich jeder Sportler noch den Lohn für seine Arbeit auf dem Gabentisch aussuchen.